Inhalt
- Einleitung & Datenblatt
- 4060 Ti 16GB im Überblick
- Die Karte im Detail
- Testvideo
- Assassins Creed Valhalla
- Control
- Cyberpunk 2077
- Doom Eternal
- Dying Light 2
- Elden Ring
- Forza Horizon 5
- Metro Exodus
- Red Dead Redemption 2
- Resident Evil 4 Remake
- Spider-Man Remastered
- Raytracing
- DLSS (3)
- Lautstärke
- Temperaturen
- Leistungsaufnahme
- Fazit & Wertung
Fakten
Hersteller
KFA2
Release
September 2023
Produkt
Grafikkarte
Webseite
Preis
ab 496,31 Euro
Media (17)







Einleitung & Datenblatt
Einleitung
Ohne großes PR-Blabla hat NVIDIA ein weiteres GeForce RTX 4060 Ti Modell auf den Markt gebracht - die 16-GB-Variante. Wir durften die Custom-Karte „GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB“ vom Hersteller KFA2 genauer unter die Lupe nehmen. Mehr Details in unserem ausführlichen Testbericht!
Über KFA2
Originally founded in 1994 as Galaxy Microsystems LTD and has grown exponentially in Hong Kong, Southeast Asia, China and Europe. After years of private labeling for many tier one brands in the US, in 2007 Galaxy entered the US etail and channel market. As consumer demand increased, Galaxy entered the retail space in 2009 to help further distribute their aggressively priced high quality cards. To better serve our growing global customer base, Galaxy along with its European brand KFA2 has undergone a overall brand update and refresh on product design in 2014 to form stronger portfolio for the worldwide marketplace.
Datenblatt
- GPU: NVIDIA GeForce RTX 4060 Ti
- Speicher: 16GB GDDR6, 128bit, 18Gbps, 2250MHz, 288GB/s
- Übertaktung: +120MHz Boost (OC-Profil), +105MHz Boost (Standard-Profil)
- Takt Boost: 2640MHz (Standard-Profil), 2655MHz (OC-Profil)
- Takt Basis: 2310MHz (Standard-Profil), 2310MHz (OC-Profil)
- Kühlung: 2x Axial-Lüfter (102mm, RGB beleuchtet) mit 0dB-Zero-Fan-Modus
- TDP/TGP: 165W (NVIDIA)
- Stromanschlüsse: 1x 8-Pin PCIe
- Anschlüsse: 1x HDMI 2.1a, 3x DisplayPort 1.4a
- Anbindung: PCIe 4.0 x16 (x8)
- Besonderheiten: Taktprofile (Default Mode/OC Mode), Backplate, LED-Beleuchtung (RGB), RGB-Synchronisierung (3-Pin ARGB)
- Gesamthöhe: Dual Slot
- Abmessungen: 251x130x40mm (LxBxH)
- Bauform: PCIe-Karte (full height)
- Slotblende: full height
- Rechenleistung: 23.11 TFLOPS (FP16), 23.11 TFLOPS (FP32), 0.36 TFLOPS (FP64)
- Herstellergarantie: zwei Jahre (Abwicklung über Händler)
- Chip-Architektur: Ada Lovelace (ab 2022/Q3)
- Chip-Bezeichnung: AD106-351-A1
- Chip-Konfiguration: 34SM (4352 ALUs / 136 TMUs / 48 ROPs), 34 RT Cores, 136 Tensor Cores, 32MB L2-Cache
- Chip-Fertigung: TSMC 5nm "NVIDIA 4N"
- Chip-Größe: 190mm², monolithisch
- Chip-Funktionen: Raytracing (3rd Gen NVIDIA RTX), NVIDIA Tensor (4th Gen), HDCP 2.3
- API-Unterstützung: DirectX 12 Ultimate (12_2) / CUDA 8.9 / Vulkan 1.3 / OpenCL 3.0 / OpenGL 4.6 / Shader Model 6.7
- Transcoding-Engine: 1x NVENC (8th Gen, max. Sessions: 5), 1x NVDEC (5th Gen), Info
- Encoding: AV1, H.265 (4K YUV 4:2:0 / 4K YUV 4:4:4 / 4K Lossless / 8K / HEVC 10bit support / HEVC B Frame support), H.264 (YUV 4:2:0 / YUV 4:4:4 / Lossless)
- Decoding: AV1 (8bit / 10bit), H.265 (8bit 4:2:0 / 10bit 4:2:0 / 12bit 4:2:0 / 8bit 4:4:4 / 10bit 4:4:4 / 12bit 4:4:4), H.264, VP9 (8bit / 10bit / 12bit), VP8, VC-1, MPEG-2, MPEG-1
Preis: 497 Euro (Stand: 29.10.2023)
Testplattform
- Mainboard: ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
- Prozessor: AMD Ryzen 9 7950X
- Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 32GB DDR5-6000
- Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed
- Wärmeleitpaste: Arctic MX-5
- Netzteil: Seasonic Prime TX-1600
- Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS
- Festplatten: ADATA XPG Gammix S70 Blade 2TB
- Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß
- Betriebssystem: Windows 11 Home 64-Bit
- Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB, EPOS Sennheiser GSP 670
- Monitor: LG UltraGear 48GQ900-B
- Zimmertemperatur: ca. 21°C
- Treiber: GeForce 545.98 WHQL (NVIDIA), Radeon Software Adrenalin 23.20.17.05 WHQL (AMD)
4060 Ti 16GB im Überblick
Die GeForce RTX 4060 Ti 16GB ist im Grunde genommen keine neue Grafikkarte, sondern „lediglich“ ein 4060 Ti Modell mit doppelt so viel Videospeicher (16 statt 8 Gigabyte). Die GPU „AD106“ ist mit 22.9 Milliarden Transistoren recht komplex gestaltet und trotzdem nur 190 mm² groß. Möglich ist dies durch TSMCs N4-Prozess, der deutlich kleinere Strukturen als Samsungs 8-nm-Fertigung bietet. Die 4060 Ti 16GB kommt mit 34 Streaming-Multiprocessors und 4.352 FP32-ALUs daher. Das Temperatur-Target beträgt wie von NVIDIA gewohnt 82 °C, händisch kann es auf 88 °C erhöht werden. Das Power-Target liegt ab Werk bei 165 Watt (5 Watt mehr als das 8-GB-Modell). Monitore können an der GeForce RTX 4060 Ti 16GB über eine HDMI-2.1-Schnittstelle oder über drei DisplayPort-1.4-Ausgänge mit DSC angesteuert werden. DisplayPort 2.0 unterstützen der AD106 und die anderen Ada-Lovelace-GPUs nicht. Dasselbe gilt für PCIe 5.0, die Grafikkarte kann nur mit dem PCIe-4.0-Standard umgehen.
Raytracing
Erneut steht im Fokus die gesteigerte Raytracing-Leistung. Zur Erklärung: Die Technologie bietet im Grunde eine realistische Simulation von Licht und damit einhergehend Schatten und Reflexionen.
DLSS 3.0
Derzeit ausschließlich und exklusiv können Grafikkarten der 4000er-Serie DLSS 3.0 nutzen. Im Kern ist DLSS 3 nach wie vor DLSS 2, dessen Technologie und Feature-Set 1:1 übernommen wurde. Alle vier bekannten Qualitäts-Modi bleiben aus diesem Grund vorhanden und können in DLSS-3-Titeln wie gewohnt eingestellt werden. Es kommt aber ein wichtiges Feature dazu: Frame Generation (FG). Titel, die DLSS 3 unterstützen, werden diese Funktion auch genau so nennen.
Zur Erklärung: In DLSS 3.0 werden während des Einsatzes ganze Frames von der KI erzeugt und zwischen die „echten“, also tatsächlich von der CPU und Grafikkarte berechneten Bilder eingefügt. Das funktioniert folgendermaßen: Die Grafikkarte berechnet etwa mit DLSS-Performance ein Bild in Viertelauflösung, darauf wird dieses als erstes Bild zurückgehalten. Wenn der zweite, ebenfalls mittels DLSS in reduzierter Auflösung erstellte, zweite Frame von der Grafikkarte berechnet wurde, wird der erste, bislang zurückgehaltene Frame, dazu genutzt, aus den Informationen des ersten mithilfe des zweiten Frames einen komplett neuen, von der KI erstellten Frame zu interpolieren.
Darauf wird Frame 1, der generierte KI-Frame (NVIDIA nennt diesen „Frame 1.5“), vor dem zweiten Frame ausgegeben. Letzterer dient zugleich wieder als Basis für die folgende KI-Berechnung („Frame 2.5“). DLSS 3.0 rendert also immer einen Frame, darauf folgt ein KI-Frame, darauf ein weiterer berechneter Frame, dann wieder ein KI-Frame. Jeder zweite Frame mit DLSS 3.0 ist also ein von der KI erzeugtes, „unechtes“ Bild, das zwischen tatsächlich gerenderten Frames, aus deren Informationen der KI-Frame erstellt wurde, eingeschoben wird. Vereinfacht sieht das Ganze so aus - Ausgang ist Viertelauflösung, also DLSS-Performance. In diesem Fall rendert die Grafikkarte also nur ein Achtel der tatsächlich auf dem Bildschirm sichtbaren Pixel. Der Rest entstammt dem Upsampling und den im Wechsel eingeschobenen KI-Frames.
Reflex
Ein weiterer elementarer Bestandteil von DLSS 3.0 ist das ebenfalls von NVIDIA stammende Reflex. Dieses Tool dient im Normalfall dazu, die Systemlatenzen auszulesen, also etwa Ihre Latenz von Display, Maus und Grafikkarte zu erfassen und etwa ihre Reaktionszeit zu messen. Dank ins Spiel integrierter API kann Reflex allerdings auch Einfluss auf die Render-Queue nehmen. Mit diesem Eingriff können Latenzen verringert werden, denn im Normalfall hält die CPU bereits von ihr berechnete Frames zurück, bevor diese an die Grafikkarte zur Weiterverarbeitung gereicht werden. Der Grund dafür ist, dass so die Grafikkarte besser ausgelastet werden kann, da stets ein oder mehrere CPU-Frames in der Hinterhand gehalten werden, die GPU somit auch gefüttert werden kann, wenn es bei der CPU, dem Streaming oder dem Nachladen hängt. Diese zurückgehaltenen Frames erhöhen allerdings auch den Input-Lag, da diese Frames bereits so weit berechnet sind, dass ihre aktuelle Eingabe etwa an der Maus nicht mehr berücksichtigt werden kann. Dies ist natürlich insbesondere in schnellen Shootern unerwünscht - und in diesem Fall hilft Reflex ab.
Die Implementierung von Reflex ist für DLSS 3.0 wichtig, da es gegenüber nativem Rendering (oder auch gegenüber DLSS 2.x, FSR 2.x und XeSS) einen zusätzlichen Frame zurückbehält, um von diesem die KI-generierten Frames abzuleiten. Mit DLSS 3.0 würde also eine zusätzliche, für nicht wenige Spieler wohl merkliche Latenz entstehen, wenn Reflex nicht zum Einsatz käme. Mit DLSS 3.0 samt Reflex ist die Eingabelatenzen in etwa vergleichbar mit dem Spiel bei nativer Auflösung und gleicher Frame-Berechnungszeit.
Die Karte im Detail
Verarbeitung und Technik
Die schwarz-graue KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB setzt auf eine kompakte Dual-Slot-Bauweise und misst 251x130x40 mm (LxBxH). Unser Testmuster taktet mit 2.640 MHz (GPU-Basistakt) bzw. 2.655 MHz (OC-Mode). Der 16 GB GDDR6 Grafikspeicher taktet mit 2.250 MHz. Per Overclocking-Tool KFA2 Xtreme Tuner Software konnten wir den GPU-Takt auf 2.750 MHz anheben - der Speicher machte +150 MHz mit.
Die Kühlung erfolgt über zwei große Alu-Finnenblöcke, die über mehrere Kuper-Heatpipes verbunden sind und zwei temperaturgesteuerte Axial-Lüfter mit 0dB-Zero-Fan-Modus (2x 102 mm). Strom wird, ganz klassisch, über einen einzigen 8-Pin PCIe-Stecker zugeführt. Für optische Akzente sorgt die komplett anpassbare RGB-Beleuchtung (Lüfter und GeForce RTX Schriftzug).
Für eine Bildübertragung von 4K-/Ultra-HD-Auflösungen bei 60 Hertz stehen insgesamt drei DisplayPorts-1.4a- und ein HDMI-2.1-Anschluss bereit.
Puncto Verarbeitungsqualität gibt es an unserem Testmuster nichts zu bemängeln.
Xtreme Tuner Software und App
Mittels der hauseigenen Software „Xtreme Tuner“ können einige Daten der Karte ausgelesen werden.
Darüber hinaus lassen sich die Taktraten von Grafikchip und Videospeicher anpassen. Das Power-Target (Leistungsaufnahme) und Temperature-Target (Temperatur) lassen sich ebenfalls optimieren. Zusätzlich können auch die Lüfterkurven justiert werden. Im Menüpunkt „Beleuchtung“ lassen sich Modi und Farben für Lüfter sowie Schriftzug individuell einstellen.
Praktischerweise gibt es auch noch für iOS und Android eine übersichtliche Smartphone-App, welche die oben genannten Einstellungsmöglichkeiten bietet.
Preis und Verfügbarkeit
Die KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB geht ab sofort für knapp 497 Euro (Stand: 29.10.2023) über den Ladentisch. Thema Verfügbarkeit: Zum Testzeitpunkt war die Karte im Handel verfügbar.
Testvideo
Testvideo zur KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB
Video zur Xtreme Tuner Software und App
Assassins Creed Valhalla
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Assassins Creed Valhalla
Control
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Control
Cyberpunk 2077
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Cyberpunk 2077
Doom Eternal
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Doom Eternal
Dying Light 2
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Dying Light 2
Elden Ring
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Elden Ring
Forza Horizon 5
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Forza Horizon 5
Metro Exodus
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Metro Exodus
Red Dead Redemption 2
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Red Dead Redemption 2
Resident Evil 4 Remake
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Resident Evil 4 Remake
Spider-Man Remastered
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Spider-Man Remastered
Raytracing
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Raytracing
DLSS (3)
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - DLSS
Lautstärke
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Lautstärke
Temperaturen
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Temperaturen
Leistungsaufnahme
KFA2 GeForce RTX 4060 Ti EX 16GB - Leistungsaufnahme
Fazit & Wertung
Christoph meint: Flotte Einsteiger-Karte mit ausreichend Videospeicher!
“So (und nicht anders) hätte die ursprüngliche GeForce RTX 4060 Ti von NVIDIA launchen müssen - nämlich mit einer zeitgemäßen Menge an Videospeicher. Für knapp unter 500 Euro bietet der neuste Spross von NVIDIA eine ordentliche Leistung. Mit der Karte lassen sich problemlos alle gängigen AAA-Titel ohne große Kompromisse (oft auch mit Raytracing) flüssig (60+FPS) bei 1080p und 2K darstellen. Schade bloß, dass die reine Rohleistung nur knapp auf dem Niveau der GeForce RTX 3070 liegt, welche mittlerweile schon über zwei Jahre auf dem Buckel hat. Noch ein paar Worte zu unserem Testmuster von KFA2: Neben der ordentlichen Leistung wissen auch Verarbeitungsqualität, Overclocking-Potenzial und Design (schicke und anpassbare RGB-Beleuchtung) zu gefallen. Zwei weitere Pluspunkte gibt es auch für das durchdachte Kühlkonzept und die kompakte Bauweise.

- saubere und hochwertige Verarbeitung
- hohe Gaming-Leistung (2K-Gaming möglich)
- Leistungsaufnahme hält sich in Grenzen
- kompaktes Design (im Vergleich zu den anderen 4000er-Karten)
- Anschlussmöglichkeiten
- moderne Technik (Raytracing, DLSS 3)
- zeitgemäße 16 GB Videospeicher
- effektive und leise Kühlung
- semipassiv Kühlkonzept
- anpassbare RGB-Beleuchtung
- ordentliches Werks-OC (GPU)
- Overclocking-Potenzial
- übersichtliche Software (auch per App steuerbar)
- Verfügbarkeit
- kaum schneller als die GeForce RTX 3070 (Rohleistung)
- könnte eine Spur günstiger sein

